Dachverband

Anzeige


Online-Casinospiele

Niedersachsen hält sich alle Optionen offen

In Niedersachsen sind noch keine Entscheidungen darüber gefallen, wie das Land die Veranstaltung von Online-Casinospielen künftig regeln will. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Das niedersächsische Innenministerium hat sich in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur Zukunft der Online-Casinospiele geäußert. Noch gebe es keine konkreten Pläne, man wolle zunächst die weiteren Entwicklungen abwarten. Darüber informiert der Beauftragte für Länderkommunikation der Deutschen Automatenwirtschaft in Niedersachsen, Dr. Marc Drögemöller.

"Der Glücksspielstaatsvertrag 2021, der vor der Umsetzung auch in Niedersachsen steht, räumt den Ländern gesetzlichen Gestaltungsspielraum ein. Bei Online-Casinospielen ist ein staatliches Monopol ebenso eine Option wie eine begrenzte Anzahl Konzessionen, die auch an private Veranstalter vergeben werden können", schreibt Drögemöller.

Die Landesregierung hat klargestellt, dass die staatliche oder staatlich konzessionierte Veranstaltung von Online-Casinospielen nicht in Betracht komme, bevor nicht auch das anbieter- und spielformübergreifende Spielersperrsystem, die Datei zur Verhinderung des parallelen Spiels sowie die Limitdatei zur Verfügung stünden. Diese technischen Implikationen seien von zentraler Bedeutung für die Gewährung eines effektiven Spielerschutzes. Der Zeitpunkt der Einführung dieser Systeme könne noch nicht verlässlich abgeschätzt werden.

Ein weiterer Gesichtspunkt sei, dass der GlüStV 2021 ermöglicht, dass die Länder bei der technischen Umsetzung von Online-Casinospielen auf die vorgesehene Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zurückgreifen. Damit soll erreicht werden, dass nicht jedes Land für die Überwachung des Anbieters selbst die technischen Grundlagen schaffen muss. Der Wirkbetrieb der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder sei nach dem GlüStV 2021 im Wesentlichen ab dem Jahr 2023 vorgesehen. In Betracht zu ziehen sei auch, dass die Veranstaltung von Online-Casinospielen in mehreren Ländern durch denselben Veranstalter möglich ist.

Schon vor diesen Hintergründen halte es die Landesregierung für geboten, die weitere Entwicklung zunächst abzuwarten, bevor Entscheidungen zu Online-Casinospielen erfolgen.

Die vollständige Antwort auf die Kleine Anfrage finden Sie hier.

Foto: © Birgit – stock.adobe.com

Zurück


Anzeige