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Sportwetten und Online-Spiel

Neuregulierung: Erfolg mit Haken

Glücksspielverbände aus Deutschland und Österreich berichteten im Rahmen eines Branchendialogs auf der ICE in London über neue regulatorische Entwicklungen.

Im Rahmen der ICE-Messe in London luden der Deutsche Sportwettenverband (DSWV), der Deutsche Online Casinoverband (DOCV) und die Österreichische Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG) zu einem Branchendialog ein. Im Fokus der Veranstaltung standen die neuen regulatorischen Entwicklungen in Deutschland und Österreich für die Bereiche Sportwetten und Online-Spiel. "Ich glaube, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag generell einen Erfolg für die Sportwetten-Branche darstellt", sagte DSWV-Präsident Mathias Dahms. "Es wird ein Markt zustande kommen – und der wird auch funktionieren." Gleichwohl beinhalte der neue Glücksspielstaatsvertrag auch einige Regelungen, die den Sportwettenanbietern "Kopfschmerzen" bereiten würden. Konkret erwähnte Dahms in diesem Zusammenhang die Limitierung des Spielerkontos auf 1.000 Euro im Monat und die nur sehr enge Zulässigkeit von Live-Wetten.

"Wir dachten, es würde nie passieren", sagte DOCV-Präsident Dr. Dirk Quermann im Hinblick auf die im neuen Glücksspielstaatsvertrag verankerte Liberalisierung des Online-Spiels. "Es ist gut, dass die Politik ihre Meinung geändert hat und von einem Totalverbot des Online-Spiels abgerückt ist." Problematisch sieht Quermann allerdings die im neuen Glücksspielstaatsvertrag vorgenommene Differenzierung zwischen virtuellen Automatenspielen, für die künftig ein uneingeschränktes Lizenzregime eingeführt werden soll, und Online-Casinospielen wie Roulette oder Poker, für die nur eine eingeschränkte Anzahl an Lizenzen geplant ist. "Die Länder haben die Möglichkeit, Lizenzen für Online-Casinospiele zu vergeben. Die Anzahl der Lizenzen richtet sich dabei nach der Anzahl der konzessionierten Spielbanken im jeweiligen Land. Ein Land wie Hessen mit drei konzessionierten Spielbanken hat demnach die Möglichkeit, drei Lizenzen für Online-Casinospiele zu vergeben", so Quermann.

Zum Abschluss gab OVWG-Präsident Claus Retschitzegger einen Überblick über die Situation in Österreich. "Für das Online-Spiel gibt es in Österreich eine Monopolregelung, wobei der größte Teil dieses Monopols bei der tschechischen Saskia-Gruppe konzentriert ist."

Foto: Beim Branchendialog in London (v.l.): Mathias Dahms, Dirk Quermann, Moderator David Altaner, Claus Retschitzegger.

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