Dachverband

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Stefan Dreizehnter

Mission Impossible

Als 1989 der Verband zur Förderung des Sportautomatensports (VFS) an den Start ging und parallel dazu die Sportorganisation Deutscher Sportautomaten-Bund (DSAB) gegründet wurde, da wurden die Erfolgsaussichten ganz düster gesehen. Mit E-Darts sollte ein völlig neues Produkt an den Markt kommen. Prognose: Darts ist nur was für Irish Pubs. Mit einem Sport-Verband, in dem die Spieler Mitglied werden mussten, sollte das Produkt gepusht werden. Prognose: Das will kein Spieler. Ein Unternehmerverband sollte die Zügel des Projekts in der Hand halten. Prognose: Die werden sich nie einig. Und alles sollte auch noch im Zusammenspiel mit Industrie und Gastwirten gelingen. Prognose: Und wovon träumst Du nachts? Mit anderen Worten: Mission Impossible.

Warum es trotzdem funktioniert hat? Wie immer hat der Erfolg viele Väter. Und jedem einzelnen kann man jetzt mit Fug und Recht anerkennend auf die Schulter hauen. Sie haben sich immer wieder irgendwie zusammengerauft. Aber mit Business-Romantik hat das wenig zu tun. Die Erklärung steckt in der Tatsache, dass es nur zum Teil um ein klassisches Produkt geht, das einer baut, einer verkauft und das einem gehört und es irgendwo betrieben wird. Der eigentliche Kern des Produkts ist das Spiel. Es besteht aus einem kreativen und anspruchsvollen Wettbewerbskonzept. Aus der nachhaltigen Zuverlässigkeit der Veranstalter. Und aus einer hohen Wertschätzung für Spielerinnen und Spieler.

Das haben alle kapiert, die dabei sind und mit unternehmerischem Elan und personeller Kontinuität die Fackel getragen haben. Das Produkt sind alle, die es hegen, pflegen und entwickeln – auch in Zukunft. Und damit auch noch die Verbindung von Branche und Kneipe höchst lebendig halten.

Herzlichen Glückwunsch an VFS und DSAB. Und "good darts" für die nächsten 30 Jahre!

Stefan Dreizehnter, Chefredakteur games & business
dreizehnter@gamesundbusiness.de

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