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Österreich

Minus bei Glücksspiel und Sportwetten

Laut Branchenradar schrumpft der Bruttospielertrag Glücksspiel & Sportwetten in Österreich 2020 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 16 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro.

Der Markt für Glücksspiel und Sportwetten zählt in Österreich im Jahr 2020 voraussichtlich zu den großen Verlierern des Shutdowns. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts "Branchenradar" hervor. Danach schrumpft der Bruttospielertrag am Gesamtmarkt im laufenden Jahr um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,62 Milliarden Euro. "Und das, obgleich wesentliche Umsatzbringer von den Restriktionen nahezu nicht betroffen waren", heißt es von den Autoren der Studie. Denn Lotterie-Glücksspiele und das Online-Glücksspiel seien nicht von den Umsatzrückgängen betroffen. Hier stiegen die Bruttoerlöse um 1,2 Prozent auf 680 Millionen Euro (Lotterien) und um 2 Prozent auf 270 Millionen Euro.

Der Studie zufolge brechen allerdings die Bruttospielerträge von Casinos und Spielbanken um rund 30 Prozent ein. Bei Sportwetten wird sogar ein Rückgang der Bruttoerlöse um rund 45 Prozent bzw. rund 145 Millionen prognostiziert. Mit einer substanziellen Besserung der Lage rechnen die Studienautoren hier erst im Herbst. Und auch die Einnahmen aus dem Automatenglücksspiel außerhalb der Casinos werden 2020 laut Branchenradar vermutlich deutlich geringer ausfallen als 2019. Hier sei mit einem Rückgang der Bruttospielerträge um rund zwanzig Prozent zu rechnen.

Im Jahr 2019 wuchs der Markt für Glücksspiel und Sportwetten laut Branchenradar noch moderat um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1,93 Milliarden Euro. Wachstumsbeiträge lieferte aber nur der Online-Sektor, also Online-Glücksspiel und Online-Sportwetten. Sowohl Lotterieglücksspiele als auch der stationäre Sektor (Spielbanken, Automaten/VLT und stationäre Sportwetten) entwickelten sich rückläufig. Hier geht's zur Marktentwicklung von Glücksspiel und Sportwetten in Österreich seit 2017.

Bild: © pixelliebe – stock.adobe.com

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