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Vorstoß

Lottoblock will staatliche Online-Casinos

In einem Brief an die Staatskanzleien der Bundesländer plädiert der Lottoblock für staatliche Online-Casinos.

Der Lotto- und Totoblock (DLTB) fordert, das bisher weitgehend illegale Online-Glücksspiel zu verstaatlichen. Das geht aus einem Brief des DLTB vom 26. November an die Staatskanzleien der Bundesländer hervor, wie die Bild am Sonntag (BamS) berichtet. Ihren "plötzlichen Sinneswandel" (BamS) in Sachen Online-Casinos – sie waren lange Zeit die größten Gegner einer Legalisierung – erklären die Lotteriegesellschaften mit der Gefährdung des Lottomonopols: Wenn jeder das suchtgefährdende Online-Spiel anbieten dürfe, sei das Staatsmonopol für das harmlosere Lotto nicht mehr plausibel. Und, so heißt es in dem Brief weiter: "Die Gefährdung des staatlichen Monopols ist umso geringer, je staatsnäher ein Online-Spiel organisiert wird."

Ein staatliches Online-Glücksspiel hätte noch weitere Vorteile, so der DLTB. So hätten die Lotteriegesellschaften jahrzehntelang bewiesen, dass sie ein "angemessenes und verantwortliches Glücksspielangebot bereitstellen" würden. Wegen der besseren "Durchgriffsmöglichkeiten" beim Spielerschutz könnte sich der Staat wirkungsvoller auf die Abwehr von illegalen Anbietern konzentrieren.

Bild: © tony4urban – stock.adobe.com

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