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Digitalisierung

Löwen Forum: Reformen nötig

Beim 8. Löwen Forum in Bingen sprachen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien unter anderem über Digitalisierung und eine Regulierung des Online-Glücksspiels.

"In der Digitalisierung sehen wir als Unternehmen zuvorderst eine Chance für mehr Wertschöpfung, mehr Arbeitsplätze und neue Produkte", sagte Christian Arras, Vorsitzender der Geschäftsführung von Löwen Entertainment, in seiner Begrüßungsrede. Allerdings stünde Digitalisierung in Deutschland unter dem Vorzeichen der Angst, die sich im politischen Diskurs und der Regulierung zahlreicher Märkte widerspiegele. "Der Glücksspielmarkt ist dafür ein Beispiel unter vielen", sagte Arras.

Die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Mittelstand beschrieb Keynote-Speaker Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Er betonte, dass die Digitalisierung gewaltige Herausforderungen mit sich bringe – vor allem die Geschwindigkeit, in der sich dieser technologische Wandel weltweit vollziehe. "Menschen, Regionen und Wirtschaftszweigen werden häufig nur wenige Jahre bleiben, diesen Wandel zu gestalten und von den Wachstumschancen zu profitieren." Von der Politik forderte er ein Umdenken und Reformen, die vor allem mittelständische Unternehmen stärken und so eine breite Teilhabe ermöglichen würden.

An einer anschließenden Podiumsdiskussion – moderiert von Dr. Helene Bubrowski, politische Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – nahmen neben Fratzscher auch Mag. Thomas Graf, CEO von Greentube Internet Entertainment Solutions, einem Tochterunternehmen der Novomatic-Gruppe, und der Vorsitzende der Jungen Union (JU) Deutschlands, Tilman Kuban, teil. Die Rasanz der Digitalisierung werde in vielen Ländern – so auch in Deutschland – nicht durch die Geschwindigkeit der Regulierung abgebildet, unterstrich Graf. Er kritisierte, dass in Deutschland Online-Glücksspiel immer noch verboten sei, obwohl es sich um einen 4-Milliarden-Markt handele, der längst Teil der Lebenswirklichkeit von Millionen Konsumenten sei. In anderen Ländern, beispielsweise Dänemark, zeige sich, dass nur ein regulierter Online-Markt mit einem attraktiven Angebot den illegalen Markt eindämmen und Spielerschutz stärken könne.

"Die Digitalisierung bestimmt längst unseren Alltag", unterstrich auch Kuban. Die Politik müsse hier endlich nachziehen. Deshalb sei es gut, dass der Antrag der JU für ein Digitalisierungsministerium auf dem Bundesparteitag angenommen worden sei.

Einen ausführlichen Bericht zum Löwen Forum lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnent? Alle Informationen zu einem Probe-Abo finden Sie hier. Bereits jetzt gibt es eine Bildergalerie mit vielen Eindrücken des Abends auf der Homepage von games & business.

Foto: Gute Laune und spannende Diskussionen beim Löwen Forum: Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser als Schirmherr der Veranstaltung (v.l.), Thomas Graf, Tilman Kuban, Dr. Helene Bubrowski, Christian Arras und Prof. Marcel Fratzscher.

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