Dachverband

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Parlamentarischer Abend

Klartext im Rheinturm

Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, traf beim parlamentarischen Abend in Düsseldorf mit seinem Grußwort den Nerv der Branche.

"Man kann in Deutschland Vertrauen in die Unternehmer haben – gerade auch im Bereich des Glücksspiels", betonte Staatssekretär Nathanael Liminski am 11. Juli beim parlamentarischen Abend, zu dem der Deutsche Automaten-Verband (DAV) und der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) in den Düsseldorfer Rheinturm geladen hatten. Dieses Vertrauen gründe sich darauf, "dass ich hier zu Gast bei denen bin, die sich an die Regeln halten", unterstrich Liminski, der für die unionsgeführten Länder die Verhandlungen um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag ab 2021 führt.

Zudem verwies Liminski auf die wirtschaftliche Bedeutung der Automatenbranche: 70.000 Arbeitsplätze und ein jährliches Steueraufkommen von 2,2 Milliarden Euro – dies sei vielen Menschen gar nicht bewusst. Ziel der Verhandlungen für einen neuen Glücksspielstaatsvertrag müsse eine "kohärente Gesamtregulierung sein – von Online bis zum Automaten nach den gleichen Prinzipien".

Auch wenn die Verhandlungen zwischen den 16 Bundesländern nicht einfach seien, habe man sich bei drei von fünf Punkten bereits einigen können: Das Lottomonopol solle erhalten und auf eine breitere juristische Basis gestellt, Sportwetten nach einem Erlaubnismodell ohne zahlenmäßige Begrenzung freigegeben und eine spielformübergreifende Sperrdatei eingerichtet werden. Auch beim Thema Vollzug sei man mit der Forderung nach einer "länderübergreifenden" Behörde auf einem guten Weg. Schwieriger sei es derzeit noch bei dem Aspekt, wie und ob künftig das Online-Glücksspiel reguliert werden solle.

Zuvor hatte Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, eine Regulierung nach qualitativen statt quantitativen Maßstäben gefordert. Sollte das Online-Glücksspiel 2021 reguliert freigegeben werden, wären die Vorgaben für Mindestabstände bei terrestrischen Spielhallen "völlig absurd".

Horst Hartmann, Sprecher des DAV-Vorstands, hatte bei der Begrüßung außerdem darauf hingewiesen, dass die Tradition der parlamentarischen Abende in Düsseldorf – eine Tradition der "konstruktiven Gespräche" zwischen Politikern und Branchenvertretern – bereits 25 Jahre alt ist.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Besuch von Jonas Reckermann, Beachvolleyballspieler und Olympiasieger, der für die Gäste auch etliche Beachvolleybälle signierte.

Einen ausführlichen Bericht über den parlamentarischen Abend im Düsseldorfer Rheinturm lesen Sie in der August-Ausgabe von games & business.

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Foto: Georg Stecker, Nathanael Liminski und Horst Hartmann (v.l.) sprachen sich beim parlamentarischen Abend für eine kohärente Regulierung aller Spielformen aus.

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