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Stefan Dreizehnter

Gastro boomt

Die gute Nachricht zuerst. Gastronomie boomt. Das zumindest war die Botschaft der Keynote-Speakerin beim Bally Wulff Gastro-Gipfel in Berlin. Bevor allerdings zu viel Euphorie ausbricht, muss dazu gesagt werden: Es sieht nicht so aus, als ob in den aktuell boomenden Gastro-Segmenten die Automatenwirtschaft eine größere Rolle spielen würde. Es scheint wie immer zu sein: Das Image passt nicht.

Wieso eigentlich nicht? Bei Otto-Normalverbraucher hat das Spiel in der Gastronomie keinen schlechten Ruf, wie jüngste Umfragen zeigen. Zur traditionellen Schankgastronomie gehört der Spielautomat "einfach dazu". Warum dann nicht auch zur "trendigen" Schankgastronomie?

Alle Befragungen zeigen: Die Menschen suchen Erlebnisse, Emotionen, Entertainment. Das alles können Automaten bieten – nicht nur mit dem Geldspiel. Auch die sogenannten Unterhalter und auch Sportspielgeräte gehören in diese Reihe.

Können wir den Gastro-Boom also vielleicht doch nutzen? Sind wir darauf vorbereitet? So gut sieht es damit nicht aus. Kennen wir wirklich die Bedürfnisse von modernen Wirten und deren Publikum? Haben wir die richtige Ansprache, um an diese Klientel heranzukommen? Haben wir die Konzepte, um das Spiel trendfähig zu machen? Sind wir bereit, zu investieren?

Wir arbeiten intensiv an Spieler- und Jugendschutz, am sicheren Spiel in der Gastronomie. Das ist überlebenswichtig. Aber es ist genauso wichtig, am attraktiven Spiel für die Gastronomie zu arbeiten, um dort zukunftsfähig zu bleiben oder zu werden. Wenn Gastro boomt, dann sollte der Boom nicht an uns vorbeigehen.

Stefan Dreizehnter, Chefredakteur games & business

dreizehnter@gamesundbusiness.de

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