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Mitgliederversammlung

Forum: "Wir müssen Argumente liefern"

Die unterschiedliche Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags zum 1. Juli in den Bundesländern war ein prägendes Thema der virtuellen Mitgliederversammlung des Forums der Automatenunternehmer am 17. Juni.

"Der 1. Juli wird für viele ein schwarzer Donnerstag werden", warnte Andreas Engler (Foto), Vorsitzender des Forums der Automatenunternehmer, mit Blick auf die Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags in manchen Bundesländern. "Vielfach sehen wir leider eine durch Vorurteile geprägte Regulierung", monierte er. Es gebe allerdings auch positive Beispiele. Manche Bundesländer hätten die Möglichkeit des Staatsvertrags genutzt, stärker auf Qualität und Zertifizierung zu setzen.

Die Einführung des bundesweit verpflichtenden Spielersperrsystems OASIS zum 1. Juli sieht Engler als "Chance". Dadurch gebe es kaum noch Argumente für Mindestabstände zwischen Spielhallen sowie zwischen Spielhallen und Kinder- und Jugendeinrichtungen. Genauso entkräfte die Umstellung auf V2 – mit der Ausgabe nur eines Identifikationsmittels pro Spielgast – die Argumentation, dass die Anzahl der Konzessionen begrenzt werden müsse. Auf diese Punkte müsse die Automatenbranche in Gesprächen mit der Politik hinweisen, unterstrich Engler. "Wir müssen Argumente liefern!"

Den Dialog mit der Politik betonte auch Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW). In den Bundesländern, wo qualitative Aspekte in den Ausführungsgesetzen implementiert wurden, werde die Qualität "nicht mehr weichen". Stecker forderte, verstärkte Kontakte auch zu Politikern zu knüpfen, die der Branche distanziert gegenüber stünden – etwa zu den Grünen.

Wie unterschiedlich stark die Länder bei der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags auf Qualität gesetzt haben, erläuterte Frank Repschläger, Rechtsberater des Forums. Während vor allem Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unter besonderen qualitativen Bedingungen Ausnahmen bei den Mindestabständen sowie beim Verbot der Mehrfachkonzessionen gewähren, ist die Situation in Baden-Württemberg "sehr schwierig". Dort will die grün-schwarze Landesregierung an starren Mindestabständen und dem Verbot von Mehrfachkonzessionen festhalten.

Forum-Geschäftsführerin Anja Bischof kündigte außerdem an, der Verband werde seinen Mitgliedern demnächst eine Forum-App sowie Forum-Podcasts zur Verfügung stellen, um Informationen noch besser zu bündeln.

Einen ausführlichen Bericht über die Mitgliederversammlung des Forums lesen Sie in der Juli-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnent? Hier geht's zum kostenlosen Probe-Abo.

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