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Schleswig-Holstein

Fahrplan für Neuregelung

Im Interview mit dem neuen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Tobias Koch, und dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktion, Hans-Jörn Arp, ging es um die Entwicklungen im nördlichsten Bundesland und die Auswirkungen auf die ganze Republik.

Dabei trafen die beiden klare Aussagen zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag, zur Regulierung von Sportwetten und Online-Glücksspiel, zu den Spielbanken und deren Zukunft, aber auch zu effektiven Regelungen beim Spielerschutz.

Der Fahrplan für eine Neuregelung der Glücksspielgesetzgebung wird gerade entworfen und die ersten Schritte und die Akteure sind nun bekannt. Schleswig-Holstein und Hessen gehen voran und haben erste Gespräche geführt. Dabei sind bereits sagte: konkrete Absichten für die Neuregelung hervorgetreten.

Tobias Koch sagte: "Schleswig-Holstein ist bereit, einen komplett eigenen Weg bei der Glücksspielregulierung zu gehen. Wir gehen davon aus, dass wir das im Verbund mit mehreren Ländern tun werden. Dann könnte ein gewisser Dominoeffekt in Gang kommen. Wenn alle Bundesländer mitbekommen, dass sich drei, vier oder gar fünf Länder auf den Weg machen und dies auch nicht die kleinsten Bundesländer sind, dann entsteht eine Dynamik, der sich dann am Ende alle anschließen können. Das wäre wünschenswert. Klar ist aber auch, dass wir diesen Weg mit einigen wenigen alleine gehen würden."

Hans Jörn Arp hob hervor: "Es geht doch darum, dass wir in der Lebensrealität ankommen. Das heißt erstens: Eine Begrenzung der Sportwett-Lizenzen kann es nicht geben. Denn in dem Moment, in dem ich eine Begrenzung vornehme, schaffe ich damit sofort wieder einen illegalen Markt. Zweitens: Wenn ich einen legalen Markt haben möchte, dann muss ich diesen der Wirklichkeit anpassen. Das heißt, es müssen beispielsweise auch Live-Wetten möglich sein. Nicht in vollem Umfang, aber gewisse Dinge muss man zulassen. Darüber hinaus muss man eben auch Online-Casino und -Poker zulassen. Denn auch das ist Lebensrealität: Viele junge Menschen spielen jeden Tag Poker im Internet. Und der Staat guckt zu. Ziel ist dabei, den Spieler und Jugendschutz zu verbessern und natürlich auch die Einnahmesituation der Länder zu verbessern, denn in einem illegalen Markt kann man keine Steuern erheben. Dies, um die Einnahmen dem gemeinnützigen Sport, den Suchtverbänden und anderen zukommen zu lassen."

Das gesamte Interview lesen Sie in der August-Ausgabe von games & business.

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