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eSport-Funktionär kritisiert Olympia-Verband

Der Vizepräsident des eSport-Bundes Deutschland bedauert, dass der Deutsche Olympische Sportbund sich vom eSport distanziert hat.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte sich Ende Oktober vom eSport distanziert: Der Verband will dem eSport vorerst keinen Platz in seinem Programm einräumen. Für Jan Pommer, Vizepräsident des eSport-Bundes Deutschland und gleichzeitig Direktor der höchsten deutschen eSport-Liga ESL, habe sich der DOSB in diesem Zusammenhang eine Chance entgehen lassen. Das sagte er gegenüber dem Deutschlandfunk. "eSport ist ein Sport der jungen Generation", erklärte Pommer.

Der Begriff des Sports sei wandlungsfähig, so Pommer weiter. Drei Millionen Menschen würden in Deutschland eSport betreiben und der Großteil könne sich vorstellen, Mitglied in einem Verein zu werden. Sein Ziel sei, dass ein eSport-Klub wie ein Tischfußballklub oder Bridge-Verein behandelt werde und damit Gemeinnützigkeitsvorteile in Anspruch nehmen kann, so Pommer.

Hoffnung schöpft Pommer auch durch den Koalitionsvertrag der Bundesregierung, die Gaming als Sport anerkennen möchte. "Wir werden die Bundesregierung an ihre Versprechen erinnern", sagte Pommer. Das Thema Gemeinnützigkeit würde man sonst "durch die Instanzen fechten".

Bild: © Anastasia – stock.adobe.com

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