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Hängepartie beendet

Erste Sportwettlizenzen vergeben

Das bundesweite Erlaubnisverfahren zur Vergabe von Sportwettlizenzen durch das Regierungspräsidium Darmstadt ist wieder in Kraft. 15 Anbietern von Sportwetten wurden bereits Erlaubnisse erteilt.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat 15 Anbietern von Sportwetten Erlaubnisse erteilt. Zu den 15 ersten legalen Anbietern zählen unter anderem die Gauselmann Group mit Cashpoint, GVC Holdings PLC mit bwin, SportingBet, Ladbrokes und Gamebookers, Tipico und Tipwin. Diese 15 Anbieter stehen laut dem Hessischen Innenministerium bereits für ein Marktvolumen von rund 75 Prozent in Deutschland (Marktanteil 2019). Das Regierungspräsidium Darmstadt werde jetzt zügig die weiteren Anträge bearbeiten und dem Glücksspielkollegium zur Beschlussfassung vorlegen. Ab sofort können diese Dienstleister ihre Wetten – je nach Antrag – bundesweit online und/oder über sogenannte terrestrische Annahmestellen anbieten, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Innenministeriums.

Voraussetzung für die Erteilung der Konzessionen waren vorausgegangene Beschlüsse des Glücksspielkollegiums, des zuständigen Gremiums der Bundesländer. Für jede Erlaubnis sind dort mindestens zwei Drittel der Länderstimmen erforderlich. Außerdem hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) am vergangenen Freitag eine Klage gegen das bundesweite Sportwetten-Erlaubnisverfahren für wirkungslos erklärt.

Der VGH in Kassel hat den Beschluss des Verwaltungsgerichts Darmstadt, mit dem am 1. April 2020 das bundesweite Erlaubnisverfahren für Sportwetten-Anbieter nach dem 3. Glücksspieländerungsstaatsvertrag gestoppt wurde, aufgehoben. Damit wurde die Ausgabe von Sportwettkonzessionen im bundesweiten Erlaubnisverfahren beim Regierungspräsidium Darmstadt wieder möglich. Ein Rückzug des Eilantrags des österreichischen Anbieters "Vierklee Wettbüro" gegen dieses Erlaubnisverfahren machte den Weg dafür frei, berichtet Rechtsanwalt Dr. Ronald Reichert gegenüber games & business. Es habe eine Verständigung zwischen "Vierklee Wettbüro" und zwei marktführenden Anbietern gegeben.

Der Hessische Innenminister Peter Beuth begrüßte die rasche Konzessionserteilung durch das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt. "Damit endet eine jahrelange Hängepartie in der deutschen Glücksspielregulierung. Ab sofort gilt: Wer sich an die wichtigen Regeln zum Spieler- und Jugendschutz hält, darf auch legal Sportwetten anbieten. Nur mit einem streng kontrollierten Angebot können die Ziele des Glücksspielstaatsvertrags auch umgesetzt und der illegale Wildwuchs auf dem Schwarzmarkt beendet werden. Unser Ziel ist es nicht, dass möglichst viele Menschen auf Sportergebnisse setzen, sondern dass die Spieler in einem staatlich regulierten Umfeld tippen und nicht in die Illegalität getrieben werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat eine große Expertise bei der Glücksspielregulierung aufgebaut und wird den Sportwettmarkt streng überwachen."

Foto: © wpadington – stock.adobe.com

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