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GlüNeuRStV

DSWV will Nachbesserungen

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) legt den Bundesländern dringend nahe, den Entwurf des Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrags (GlüNeuRStV) zu überarbeiten.

In einer Stellungnahme im Rahmen der Verbändeanhörung betonen die Sportwettenanbieter, dass der künftig in Deutschland lizenzierte Markt attraktiv genug sein muss, um gegenüber Schwarzmarktangeboten bestehen zu können. Auch wenn der DSWV den GlüNeuRStV als ersten Schritt in Richtung einer modernen, marktkonformen Glücksspielregulierung in Deutschland wertet, hätten sich im Zuge der politischen Kompromissfindung strukturelle Fehlentwicklungen verfestigt.

Nachbesserungsbedarf sieht der DSWV bei der "zu restriktiv gehandhabten" Live-Wette und der geplanten Überwachung von Spielern, die vor dem Hintergrund datenschutzrechtlicher Bedenken entschärft werden sollte. Auch sollte die neu zu schaffende Regulierungsbehörde laut DSWV mehr Freiheiten erhalten, damit sie die Regularien für diesen dynamischen und technologiegetriebenen Markt flexibel und zeitnah anpassen kann. "Ein starres Regelwerk, das in den nächsten Jahren nicht verändert werden kann, hilft weder dem Spielerschutz noch wird es dazu führen, den auch zukünftig noch existierenden Schwarzmarkt zurückzudrängen", so DSWV-Präsident Mathias Dahms.

Vor dem Hintergrund, dass die Bundesländer ab 2021 auch Online-Casinospiele lizenzieren wollen, hält es der DSWV zudem für notwendig, bis dahin eine Übergangsregelung zu schaffen, um auch im Bereich der Online-Glücksspiele die Nachfrage in einen zumindest geduldeten Markt zu kanalisieren: "Es wäre sinnvoll, die bestehenden Angebote nahtlos in das neue Regulierungssystem zu überführen. Geprüfte und zuverlässige Sportwettenanbieter sollten ihre Glücksspielprodukte nicht bis 2021 abschalten und den Schwarzmarktanbietern überlassen müssen."

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