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Illegale Online-Casinos

Druck auf Banken wächst

Niedersachsens Innenministerium hat deutsche Banken und Sparkassen aufgefordert, keine Zahlungen mehr an illegale Online-Casinos weiterzuleiten.

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, liegt dem Sender ein Schreiben vor, dass das niedersächsische Innenministerium an fünf Branchenverbände der deutschen Kreditwirtschaft verschickt hat. Darin fordert das Ministerium, deutsche Banken und Finanzdienstleister sollten sich an die geltenden Gesetze halten und nicht länger Zahlungen für illegale Online-Casinos abwickeln. Konkret erinnert das Ministerium in dem Brief an das sogenannte Mitwirkungsverbot, das im Glücksspielstaatsvertrag geregelt ist, so der NDR. Demnach sei es allen am Zahlungsverkehr Beteiligten verboten, an Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel mitzuwirken.

In der Bankenbranche sei das Thema seit Jahren bekannt, heißt es vom NDR. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bafin, teilt auf Anfrage des NDR mit, auf ihr Drängen hätten "Finanzdienstleister, denen vorgeworfen wird, Geschäftsbeziehungen zu Anbietern von unerlaubtem Glücksspiel zu führen, bereits diverse Maßnahmen getroffen, um Transaktionen mit Bezug zu unerlaubtem Glücksspiel zu vermeiden".

Im Entwurf zu einem neuen Glücksspielstaatsvertrag hatten sich die Länder darauf geeinigt, dass ab Sommer 2021 Glücksspiel im Internet teilweise legalisiert werden soll. Laut NDR sollen dann auch die Regelungen für Kredit- und Finanzinstitute verschärft werden. Künftig solle die Glücksspielaufsicht schneller gegen Anbieter vorgehen können, die Zahlungen für illegales Glücksspiel abwickeln.

Foto © AA+W – stock.adobe.com

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