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Neuregulierung

DOCV sieht Licht und Schatten

Der Deutsche Online Casinoverband (DOCV) begrüßt die Erlaubnisse für digitale Glücksspielprodukte. Gleichzeitig kritisiert er Einzahlungslimits, Wartezeiten sowie die Trennung von virtuellen Automatenspielen und Online-Casinospielen.

Mit der nun erzielten Einigung der Bundesländer auf den Entwurf eines neuen "Staatsvertrages zur Neuregulierung des Glücksspielwesens" für die Zeit nach dem 1. Juli 2021 stellen sich die Länder erstmalig der längst existierenden Realität und Lebenswirklichkeit der Menschen, heißt es in einer Meldung des DOCV. Der DOCV begrüßt deshalb die geplante Vergabe von Erlaubnissen für virtuelle Automatenspiele und die damit verbundene Abschaffung des "ineffektiven Glücksspielverbotes in der digitalen Welt".

Auch die geplante Neuorganisation der Aufsicht durch Schaffung einer zentralen Aufsichtsbehörde mit Fachkompetenz wird vom DOCV als richtiger Schritt bewertet. "Der Weg, das Verbot für Online-Glücksspiele nun endlich abzuschaffen und Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele zu etablieren, ist ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung", kommentiert DOCV-Präsident Dr. Dirk Quermann.

"Warum dann für andere Online-Casinospiele wie Roulette ein anderer Weg gewählt wird, der das Internet wieder an Bundesländergrenzen anhalten will, ist jedoch kaum nachvollziehbar". Für diese im Entwurf als "Online-Casinospiele" (Roulette, Blackjack etc.) bezeichneten Spiele sollen die einzelnen Bundesländer für sich entscheiden können, ob sie diese Spiele in ihrem Bundesland begrenzt konzessionieren wollen oder nicht. "Es droht hier die Schaffung von neuen (Länder-)Monopolen in einer digitalen Welt", so Quermann weiter.

Des Weiteren enthält der Entwurf eine Fülle von restriktiven Regelungen, die insbesondere in ihrem Zusammenwirken eine erfolgreiche Kanalisierung der Kundennachfrage in den legalen Markt erschweren. So sollen Einzahlungslimits und Spielaktivitäten durch aufwendige Datenbanken überwacht werden und künstliche "Wartezeiten" beim Wechsel von Spielformen oder des Anbieters etabliert werden. "Wartezeiten sind in der digitalen Welt gänzlich systemwidrig, selbst lange Ladezeiten von Internetseiten führen zum Abwandern von Verbrauchern", so das Fazit von Quermann.

Foto: © Tilman Vogler

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