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Regulierung

DAW setzt Standards mit Qualitätsinitiative

Die DAW stellte bei einem Pressegespräch in Magdeburg die Qualitätsinitiative für einen stärkeren Verbraucherschutz vor.

Unter dem Thema "Spielhallen in Sachsen-Anhalt – Glücksspiel ganzheitlich denken und regulieren" stellte die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) am 21. November im Rahmen eines Pressegesprächs in Magdeburg ihre Qualitätsinitiative für einen stärkeren Verbraucherschutz vor.

Seit Jahren beklage die Automatenwirtschaft einen starken illegalen Markt, heißt es in einer Presseerklärung der DAW. Es handele sich vor allem um Online-Casinos, Zweitlotterien und scheingastronomische Café-Casinos. Experten schätzten den Schwarzmarkt in Deutschland auf rund 20 Prozent. "Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Sorge. In der Anonymität illegaler Online-Angebote oder in Hinterzimmern wird Verbrauchern kein mit Spielhallen gleichwertiger Jugend- und Spielerschutz geboten. Unser wichtiger gesetzlicher Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, ist massiv gefährdet", warnt Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher. Mit Blick auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag sagte Stecker: "Nur wenn alle Spielformen, auch das gewerbliche Automatenspiel, ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben reguliert werden, können der Schwarzmarkt eingedämmt, Verbraucher nachhaltig geschützt und die legalen Unternehmen gestärkt werden."

Die Branche unterbreite deshalb konkrete Vorschläge für eine Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach Qualitätskriterien. "Mit einem Maßnahmenkatalog setzen wir uns selbst Standards, die über die gesetzlichen Bestimmungen, wie Altersbeschränkungen beim Zutritt, Alkoholverbot und geschultes Personal hinausgehen," so Thomas Breitkopf, Präsident des Bundesverbands Automatenunternehmer und 1. Vorsitzender des Verbands der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland. "Wir treten für die gesetzliche Verankerung einer Spielhallenzertifizierung, einen qualifizierten Berufszugang sowie ein biometrisches Zutrittskontrollsystem ein", erläuterte Breitkopf. Er betonte: "Als Automatenunternehmer tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Spielgäste und fühlen uns verpflichtet, den Jugend- und Spielerschutz beim gewerblichen Automatenspiel noch weiter zu stärken."

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