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Neujahrsempfang

DAW fordert kohärente Regulierung

400 Gäste aus der Bundes- und Landespolitik sowie aus der Automatenbranche trafen sich beim Neujahrsempfang der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW) in Berlin.

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW) im Tipi am Kanzleramt mit rund 400 Gästen betonte Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes der DAW, die Forderung nach einer kohärenten Regulierung des Glücksspielmarktes nach strengen Qualitätsmaßstäben.

"Wir brauchen keine halbherzige Flickschusterei, sondern eine echte Neuordnung. Einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach strengen Qualitätsmaßstäben", unterstrich Stecker.

Der in vielen Kommunen vorgegebene Mindestabstand zwischen einzelnen Spielhallen ergebe überhaupt keinen Sinn, erläuterte Stecker, da das in Deutschland verbotene Online-Glücksspiel über das Internet an nahezu jedem Ort von den Menschen genutzt werde. Stecker beklagte, dass die "Illegalität rasant zunimmt, terrestrisch und online". Der Staat setze das Verbot des Online-Glücksspiels nicht durch.

Darunter litten die Anbieter des legalen Glücksspiels massiv. Wenn immer mehr Menschen in das illegale Online-Glücksspiel abwanderten, könnten die Anbieter des legalen Spiels ihren Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag zur Kanalisierung des Spieltriebs der Menschen in geordnete Bahnen nicht ernsthaft umsetzen.

Trotz dieser unbefriedigenden politischen Rahmenbedingungen wolle die Branche – unter anderem mit unabhängigen TÜV-Zertifizierungen – ihre Qualitätsoffensive auch 2019 fortsetzen und zeigen, dass sie den Spieler- und Jugendschutz ernst nehme.

In einem Grußwort machte Dr. Joachim Pfeiffer, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag klar, dass der bestehende Glücksspielstaatsvertrag zwar "gut gemeint, aber nicht gut gemacht" sei. Es sei Aufgabe der Politik, einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der es den Anbietern des legalen Glücksspiels ermögliche zu überleben, während die illegalen Angebote zurückgedrängt werden müssten.

Gleichzeitig lobte Pfeiffer, dass die Anbieter des legalen Glücksspiels – etwa 5.000 meist mittelständische Betriebe – 70.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen und rund zwei Milliarden Euro an Steuergeldern gezahlt hätten.

Foto: Beim Neujahrsempfang der DAW im Tipi am Kanzleramt forderte Georg Stecker, Sprecher des Vorstands der DAW, eine kohärente Regulierung des Glücksspielmarktes. 

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