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Hamburg

"Das ist eine ganz bittere Situation"

Der Verlust vieler Spielhallen durch die rigorose Umsetzung des Mindestabstandgebots von 500 Metern stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Hamburger Automaten-Verbands (HAV) am 30. September.

"Das ist eine ganz bittere Situation." Mit diesen Worten eröffnete HAV-Vorsitzender Gundolf Aubke die Jahreshauptversammlung. Tatsächlich wurde die Freude der Aufstellunternehmer über die erste Präsenzveranstaltung seit Ausbruch der Coronapandemie durch die rigorose Umsetzung des 500-Meter-Mindestabstands in der Hansestadt getrübt. Von der Möglichkeit des neuen Glücksspielstaatsvertrags, unter besonderen qualitativen Bedingungen Verbundspielhallen mit bis zu drei Konzessionen zu gestatten, macht Hamburg ebenfalls keinen Gebrauch. Die Anzahl der Spielhallen-Konzessionen habe sich dadurch von fast 370 auf rund 120 mehr als halbiert, beklagte Aubke. Er befürchtet, dass durch den massiven Wegfall legaler Spielhallen viele Kunden ins illegale Spiel gedrängt würden. Damit drohten Hamburg Zustände wie in Berlin, wo der Senat ebenfalls dutzende legaler Spielhallen geschlossen hat. "In der Hauptstadt blüht jetzt das illegale Spiel", kritisierte Aubke.

Auch wenn es schwierig sei, müsse der HAV jetzt umso mehr seine politische Arbeit fortsetzen, unterstrich der Vorsitzende. Die Zahl der Verbandsmitglieder in Hamburg sei – Stand 30. Juni 2021 – mit 82 im Vergleich zu 89 im Jahr 2018 noch relativ stabil, sagte Vorstandsmitglied Otto Obes. Das werde sich aber noch verändern. Obes, der zuletzt das Amt des Schatzmeisters bekleidet hatte und auch HAV-Vorsitzender gewesen war, wurde nach rund 30 Jahren Vorstandsarbeit feierlich aus diesem Gremium verabschiedet. Bei der Neuwahl des Vorstands wurden Vorsitzender Aubke, sein Stellvertreter Frank Sengpiel sowie die Beisitzer Sabine Glawe, Jörg Landsiedel und Matthias Wende ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt. Sengpiel übernimmt auch das Amt des Schatzmeisters.

Einen ausführlichen Bericht über die Jahreshauptversammlung des HAV lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von games & business. Sie wollen immer informiert sein über das, was die Branche in den einzelnen Bundesländern bewegt? Dann sollten Sie Abonnent werden – hier können Sie uns kostenlos testen!

Foto: Für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt: (v.l.) Frank Sengpiel, Jörg Landsiedel, Gundolf Aubke, Matthias Wende und Sabine Glawe.

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