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Kontinuität

DAGV: Arndt, Miranda, Lauser wiedergewählt

Pit Arndt, Ricardo Miranda und Elfriede Lauser gehen als Triumvirat des DAGV in die 9. Runde. Lediglich vorstandsintern, bei der Position des Stellvertreters, gab es einen Ämtertausch.

Neuer Stellvertreter von Pit Arndt, dem Vorsitzenden des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbands (DAGV) wird Ricardo Miranda. Elfriede Lauser zieht sich auf die Position des Beisitzers zurück, bleibt aber auch Schatzmeisterin des Großhandelsverbandes. Pit Arndt betonte, dass es besonders vor dem Hintergrund der kommenden zwei Jahre auf Kontinuität, Sachverstand und die emotionelle Bereitschaft für die Branche zu kämpfen, ankomme. Aus diesem Grund habe man sich im Vorstand, der über 20 Jahre im Amt ist, entschlossen gemeinsam in die neue Runde zu gehen. Keine einfache Entscheidung, so Pit Arndt, der inzwischen selbst 25 Jahre Vorsitzender des DAGV ist und entsprechend viel Freizeit für die Branche geopfert hat – wie auch Geschäftsführer Jörg Meurer in seiner Begrüßung unterstrich.

In seiner politischen Bewertung kritisierte Arndt scharf, dass es bezüglich des Online-Gamblings zwischen den Ländern noch völlig strittig ist, ob es regulierend in den neuen Glückspielstaatsvertrag aufgenommen wird. "Damit ignorieren die Länder in ihrer Mehrheit die Digitalisierung, die längst weltweit in die Spielewelten Einzug gehalten hat", so Arndt. Noch schärfer kritisierte Arndt, dass das Ergebnis der politischen Regulierung bei Spielhallen bisher vor allem die Vernichtung mittelständischer Existenzen sei. So werde man in einer Großstadt wie Trier die Zahl von 36 Spielstätten auf 2 reduzieren. Die Folge sei, dass das Spiel zum Großteil in Wohn- und Hinterzimmer abwandere. Von Mitgliedern wurde kritisiert, dass dies letztlich auch und vielleicht nur deshalb stattfinde, weil man die Konkurrenz für die staatliche Spielbank in Trier wegschaffen wolle. Der Staat also als Konkurrent.

Für den Großhandel selbst, so war aus der Händlerrunde zu hören, sei die Situation nach der Umrüstung auf TR 5 derzeit eine "saure Gurkenzeit". Und auch das dritte Gerät in der Gastronomie wird am 11. November dieses Jahres abgebaut werden müssen.

Insgesamt, so Arndt, sei die Branche mit ihren Verbänden aber gut aufgestellt und werde in den kommenden zwei Jahren alle Register ziehen, die zu ziehen seien, um den "21er Worst Case" abzuwenden. Es gebe da hoffnungsvolle Ansätze, aber es sei noch ein dickes Brett zu bohren. Geschäftsführer Meurer ergänzte, dass es sogar 16 "Länderbretter" zu bohren gelte.

Mehr zur Jahreshauptversammlung des DAGV in der kommenden Ausgabe von games & business.

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