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Forschung

BZgA-Zahlen zu Glücksspiel

Die aktuellen Ergebnisse der BZgA zum Thema Glücksspiel liegen vor. Die Verbreitung auffälligen, problematischen und pathologischen Glücksspielverhaltens ist danach auf dem niedrigsten Stand seit 2009.

Der Bundesverband Automatenunternehmer (BA) hat die Kernaussagen der aktuellen BZgA-Studie zum Thema Glücksspiel zusammengefasst.

Insgesamt hatten laut BA im Befragungszeitraum 75,3 Prozent der Befragten Glücksspielerfahrung und mindestens einmal im Leben an einem Glücksspiel teilgenommen (Lebenszeitprävalenz). In den letzten 12 Monaten vor der Befragung hätten 37,7 Prozent der Befragten an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen (12-Monats-Prävalenz). Seit Beginn der Erhebung seien die 12-Monats-Prävalenzen kontinuierlich von 55 Prozent auf 37,3 Prozent im Jahr 2017 gesunken. Die jüngste Befragung verzeichne also ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Am größten sei die 12-Monats-Prävalenz bei den Lotterien (32,5 Prozent), gefolgt von Automaten- und Casinospielen (4,1 Prozent) und Sportwetten (2,2 Prozent).

18,4 Prozent der Befragten gaben laut BA an, in den letzten 12 Monaten nur eine Glücksspielform nachgefragt zu haben. 11,2 Prozent hätten angegeben, zwei oder drei verschiedene Glücksspielangebote wahrgenommen zu haben, 8,1 Prozent hätten an vier oder mehr Glücksspielen teilgenommen. Im Vergleich zu 2017 seien hier keine Veränderungen zu verzeichnen. "Als Hauptmotiv für die Teilnahme an einem oder mehreren Glücksspielen gaben die Befragten den 'Wunsch nach Geldgewinn' und 'Spaß haben zu wollen' an. Das Interesse am Thema Glücksspiel ist dabei insgesamt zurückgegangen, von 19,5 Prozent im Jahr 2007 auf 12,4 Prozent im Jahr 2019", so der BA.

Mit Blick auf die Verbreitung problematischen und pathologischen Spielverhaltens in der Bevölkerung sei der Anteil mindestens problematisch Spielender von 0,87 Prozent im Jahr 2017 auf 0,73 Prozent gesunken. Dabei sei der Anteil der problematisch Spielenden um 0,17 Prozent gesunken, der Anteil pathologisch Spielenden um 0,03 Prozent gestiegen. Hochgerechnet auf die 16- bis 70-jährigen in der Bevölkerung gehe die BZgA 2019 von circa 229.000 problematisch und circa 200.000 pathologisch Glücksspielenden aus (2017: 326.000 problematisch Spielende, 180.000 pathologisch Spielende).

Die 12-Monats-Prävalenz für problematisches Glücksspielverhalten betrage in der aktuellen Untersuchung 0,39 Prozent, für pathologisches Glückspielverhalten 0,34 Prozent. Männliche Befragte würden dabei höhere Quoten aufweisen als Frauen (12-Monats-Prävalenz problematisches Glücksspielverhalten Männer: 0,68 Prozent, Frauen: 0,10 Prozent; 12-Monats-Prävalenz pathologisches Glücksspielverhalten Männer: 0,60 Prozent, Frauen: 0,08 Prozent). Der Anteil der Personen, die eine Beratungsstelle kennen, an die man sich bei glücksspielbedingten Problemen wenden kann, sei von 2007 bis 2015 kontinuierlich von 15,3 Prozent auf 25,9 Prozent gestiegen. In der darauffolgenden Untersuchung 2017 sei der Wert leicht auf 24 Prozent gesunken und seitdem konstant. Insgesamt sei die Verbreitung auffälligen, problematischen und pathologischen Glücksspielverhaltens auf dem niedrigsten Stand seit 2009.

Foto: © BZgA

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