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Sportwetten

Bundeszentrale warnt vor Suchtpotenzial

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist zur Fußball-Weltmeisterschaft auf erhöhtes Suchtpotenzial von Sportwetten hin.

Neue Ergebnisse einer Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) dokumentieren das Suchtpotenzial von Sportwetten. Die Befragung "Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2017" zeige, dass rund 1,4 Millionen Menschen in Deutschland innerhalb der letzten zwölf Monate auf ein sportliches Ereignis gewettet haben.

Besonders für junge Männer sind Sportwetten demnach attraktiv: 5,7 Prozent der 16- bis 25-Jährigen haben im genannten Zeitraum Erfahrungen mit Sportwetten gemacht. Von ihnen setzen rund 20 Prozent mindestens wöchentlich Geld auf Sportereignisse.

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft weist die BZgA darauf hin, dass Sportwetten mit einem hohen Risiko für eine Suchtentwicklung verbunden sein können. Kritisch sind vor allem sogenannte Live-Wetten –insbesondere die Ereignis-Wette, bei der Geldeinsätze auf bestimmte Ereignisse während eines Spiels abgegeben werden können.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, erklärt: "Spieler müssen wissen, dass Online-Sportwetten in Deutschland bisher grundsätzlich verboten sind. Das heißt: Keine Rechtssicherheit – keiner kann garantieren, dass man den Gewinn auch erhält, den man gewonnen hat. Darüber hinaus bergen Sportwetten ein hohes Suchtpotenzial, können Menschen in den finanziellen Ruin treiben und Familien auseinander bringen. Ich appelliere an dieser Stelle daher erneut an die Länder: Novellieren Sie den Glückspielstaatsvertrag und klären Sie die Bedingungen für die Sportwetten im Netz. Der Jugend- und Spielerschutz muss an erster Stelle stehen, nicht der Eifer nach den höchsten Gewinnen!"

Foto: Fotolia © cardephotography

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