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Was kommt 2021?

Bundeskongress zum Glücksspielwesen

Der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag und die Frage nach einer bundeseinheitlichen Lösung prägten den 4. Bundeskongress zum Glücksspielwesen.

Diskussionen über den Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrag sowie die Möglichkeit, dass Bundesländer auch unterschiedliche Wege einschlagen könnten, dominierten die Gesprächsrunden von Politikern und Branchenvertretern beim 4. Bundeskongress zum Glücksspielwesen in Berlin.

Hessens Innenminister Peter Beuth stellte klar, dass der Einigungsprozess unter den Bundesländern hinsichtlich einer Gesamtlösung nach 2021 sehr schwierig sei. Hessen habe fünf Leitlinien entwickelt – eine Regulierung des Online-Glücksspiels, eine Aufhebung der Begrenzung für die Vergabe von Sportwettkonzessionen, eine Verlustgrenze von 1.000 Euro für das Online-Glücksspiel, die Gründung einer bundesweiten Aufsichtsbehörde sowie die Einrichtung einer Sperrdatei für ganz Deutschland – die Teil dieses neuen Vertrags sein müssten.

Eine länderübergreifende Lösung wäre am sinnvollsten, betonte Beuth. Falls es aber – beispielsweise beim Online-Glücksspiel – statt des bestehenden "unsinnigen Totalverbots" keine Einigung auf eine "vernünftige Regulierung" gebe, werde Hessen mit anderen Bundesländern – etwa Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen – eine eigene "moderne Glücksspielregulierung" erarbeiten. Die Chefs der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der Senatskanzlei Berlin, Clemens Hoch und Christian Gaebler, sowie die Bevollmächtigten von Thüringen und Baden-Württemberg beim Bund, Malte Joas Krückels und Volker Ratzmann, ließen in ihren Stellungnahmen offen, wann eine Einigung der Länder erreicht sein könnte.

Weitere Themen des Kongresses waren unter anderem der wachsende eSport-Markt, Möglichkeiten des Spielerschutzes und die Erwartungen der Anbieter von Glücksspiel – Jürgen Häfner (Geschäftsführung Lotto Rheinland-Pfalz und Federführung im Deutschen Lotto- und Totoblock), Manfred Stoffers (Vorstand Gauselmann Gruppe), Guido Schlütz (Geschäftsführer Spielbank Schleswig-Holstein) und Karin Klein (Chief Regulatory Officer, Tipico) – an die Glücksspielregulierung.

Dabei unterstrich Stoffers die Notwendigkeit einer transparenten, kohärenten und praktikablen Regulierung des terrestrischen und des Online-Glücksspiels. Nur so könne das legale Spielangebot gestärkt werden. Mit Blick auf die im Grundgesetz geregelte "allgemeine Handlungsfreiheit" warnte Stoffers davor, den Spielerschutz zur "Spielerschikane" umzufunktionieren.

Einen ausführlichen Bericht über den 4. Bundeskongress zum Glücksspielwesen lesen Sie in der Juni-Ausgabe von games & business.

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