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Briten verbieten Kreditkarten für Glücksspiel

Die britische Glücksspielregulierungsbehörde verbietet ab April 2020 die Verwendung von Kreditkarten bei Glücksspielen. "Problemspieler" sollen vor Schaden bewahrt werden.

Dieses Verbot bezieht sich sowohl auf Online-Glücksspiel als auch auf das terrestrische Glücksspiel, mit der Ausnahme von Lotterielosen, die im Geschäft verkauft werden. "Glücksspiel mit Kreditkarten kann zu signifikantem finanziellen Schaden führen. Das Verbot soll dieses Risiko minimieren und verhindern, dass Konsumenten mit Geld spielen, das sie gar nicht haben", meint Neil McArthur, Leiter der UK Gambling Comission (UKGC). Laut der "Financial Times" sind nach der Ankündigung des Verbotes die Aktien von Glücksspielbetreibern wie William Hill gefallen.

Zahlen der UKGC zufolge spielen etwa 24 Millionen Erwachsene in Großbritannien, 10,5 Millionen davon im Internet. Ungefähr 800.000 Konsumenten nutzen dabei ihre Kreditkarten. Von den britischen Glücksspielern schätzt die UKGC insgesamt 22 Prozent als "Problemspieler" ein. Dabei handelt es sich um Menschen, denen durch Glücksspiel finanzieller Schaden droht.

Um Problemspieler zu schützen, setzt Großbritannien im Jahr 2020 – neben dem Verbot von Glücksspiel mit Kreditkarten – noch weitere Maßnahmen um. So müssen ab Ende März sämtliche Online-Glücksspielbetreiber am sogenannten "Gamstop"-Programm teilnehmen, das es Kunden erlaubt, den eigenen Zugang zu deren Websites zu blockieren. "Es ist wichtig, dass solche Programme möglichst effektiv sind. Dafür braucht es auch andere Tools, die unter anderem Zahlungen verhindern können", meint McArthur.

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