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Nichtraucherschutz

BaWü: Rauchverbot in Spielhallen geplant

Der baden-württembergische Gesundheitsminister plant ein striktes Rauchverbot. Das beträfe auch die Spielhallen.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister und Grünen-Politiker Manne Lucha will das Rauchen in Gaststätten, Festzelten und Diskotheken im Südwesten generell verbieten. Laut dpa-Informationen hat ein Ministeriumssprecher bestätigt, dass das Landesgesetz zum Nichtraucherschutz entsprechend überarbeitet werden solle. Der Minister wolle nach der Sommerpause auf die Koalitionsfraktionen zugehen.

"Es erscheint sinnvoll und fachlich notwendig, den Nichtraucherschutz auf sämtliche Gaststätten, ohne Ausnahmeregelung, auszuweiten", heißt es laut dpa in einem Vermerk des Ministeriums. Damit falle die bislang im Gesetz vorgesehene Erlaubnis zum Rauchen in abgetrennten Nebenräumen. Und auch Spielhallen sollen danach künftig mit einem Rauchverbot belegt werden.

Bereits im August 2018 gab es eine Stellungnahme des Ministeriums für Soziales und Integration zur Weiterentwicklung des Nichtraucherschutzes in BaWü mit Blick auf Spielhallen (Punkt 6). Schon da hieß es, dass ein Rauchverbot in Spielhallen insbesondere für die nichtrauchenden Spielerinnen und Spieler sowie das dort arbeitende Personal unstrittig eine Verbesserung des Gesundheitsschutzes darstellen würde und auch aus Sicht des Spielerschutzes beziehungsweise der Suchtprävention ein Rauchverbot in Spielhallen zu begrüßen wäre.

Das Ministerium weist in seiner Stellungnahme allerdings auch darauf hin, dass "hierbei die Interessen der Betreiberinnen und Betreiber von Gaststätten, Diskotheken und Spielhallen ebenso berücksichtigt werden (müssen) wie die Interessen der Raucherinnen und Raucher" (Punkt 10).

 

Bild: © adiruch na chiangmai – stock.adobe.com

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