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Mitgliederversammlung

BAV: "Ritt auf der Rasierklinge schaffen"

In der Branche ist viel in Bewegung und das wurde auch auf der Mitgliederversammlung des Bayerischen Automaten-Verbands (BAV) am 14. November deutlich.

Die Entwicklungen rund um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und beim Bayerischen Ausführungsgesetz, die neue Spielverordnung mit den durch die TR 5 geschuldeten Spielerabwanderungen in unregulierte Spielformen und ganz aktuell der Abbau des 3. Gastro-Geräts – all das wurde mit den Mitgliedern in Ansbach diskutiert. Vorab aber erteilten die Mitglieder per Abstimmung ohne Gegenstimme dem BAV-Vorstand die Ermächtigung, jederzeit den Austritt aus dem Bundesverband Automatenunternehmer beschließen und erklären zu können. Und BAV-Vorsitzender Andy Meindl stellte Daniela Zeller als neue Büromanagerin der BAV-Geschäftsstelle vor.

Der Aktualität geschuldetes wichtiges Thema der Bayernsitzung war die Gastro-Aufstellung, in der die Wurzeln der Automaten-Aufstellung lägen, so Meindl. Gastro und Spielhallen – das seien zwei Marktsegmente, die es unbedingt nebeneinander zu sichern gelte. Gerade jetzt müsse man in der Gastro auf ein sauberes Spiel aller in der Branche achten. "Es fällt auf uns zurück, wenn sich manche nicht ans Gesetz halten. Wir dürfen nicht wegschauen", appellierte er. Dabei ist man sich in Bayern aber auch der Zwickmühle bewusst, dass in der Verwaltung zum Teil das Wissen für den Vollzug fehle oder zu langsam gehandelt werde. Hier wolle man trotz und gerade auch wegen frustrierender Erfahrungen der Mitglieder ("Wir melden es und keiner macht was.") besonnen und mit Fingerspitzengefühl agieren. "Wir müssen uns regional zusammentun und austauschen, den Kontakt und das Gespräch mit den Behörden suchen, und so den Ritt auf der Rasierklinge schaffen", so Meindl.

In diesem Kontext bedankte sich Meindl für das große Engagement der Verbandsmitglieder, die dem Vorstandsaufruf gefolgt seien, mit ihren Politikern vor Ort zu sprechen. Gerade im Vorfeld der Kommunalwahlen in Bayern im März 2020, bei denen auch die 2. BAV-Vorsitzende Petra Höcketstaller auf der CSU-Kreistagsliste stehe, sei das immens wichtig. Als Resultat gebe es "in breiten Zügen nicht mehr diese Antipathie gegen uns". Man werde die Gespräche mit der Staatskanzlei und dem Gesundheitsministerium fortführen sowie weitere Veranstaltungen für Politiker und die Presse planen. Für die Unternehmer heiße es, mit den Re-Zertifizierungen am Ball zu bleiben, denn "Qualität ist ein Thema, das man bei uns anerkennt", so Meindl. Auch der politische Berater des Verbands, RA Dr. Christian Kröber, sprach mit Blick auf das Bayerische Ausführungsgesetz ab dem 1. Juli 2021 davon, dass er "einen großen blauen Streifen am Horizont" sehe.

Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren die Kassennachschau des Finanzamts in Spielhallen und Gaststätten und die Fiskaldatenspeicherung. Stefan Rausch von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) erklärte die Leistungen der VBG und kündigte zeitnah eine neue Unfallverhütungsvorschrift und neue Regeln für Spielhallen an. Petra Höcketstaller stellte Aktualisierungen des BAV-Sicherheitskonzepts und des Betrieblichen Sozialkonzepts vor, und Hans-Peter Zettler führte die Bedeutung der IHK-Schulungen zum Wissensaufbau von Spielhallen-Mitarbeiter/-innen in Bayern aus. Eine wichtige Errungenschaft, betonte auch Meindl, um freiwillig noch besser zu werden und für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Mehr zur Mitgliederversammlung des BAV folgt in der Dezember-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnent? Hier geht's zum gratis Probeabo.

Bild: BAV-Vorsitzender Andy Meindl und die 2. BAV-Vorsitzende Petra Höcketstaller ehren auf der Herbstsitzung in Ansbach die Firma Schäflein Automaten für 60 Jahre Verbandsmitgliedschaft sowie Kohlmann Automaten und Automaten Lottes für jeweils 65 Jahre Mitgliedschaft und Verbundenheit mit dem BAV.

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