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Anzeige gegen Glücksspiel-Anbieter

Die Hamburger Innenbehörde hat die Glücksspiel-Anbieter Tipico, Bwin und Bet3000 wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glücksspiels angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte auf Anfrage von tagesschau.de, dass sie die Anzeigen gegen die drei Unternehmen aktuell prüfe. Der Vorwurf laute auf unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels. Hintergrund seien die Online-Casino-Angebote auf den Websites der Unternehmen. Eine strafrechtliche Verfolgung sei erforderlich, sagte ein Sprecher der Behörde, da den Unternehmen schon vor einiger Zeit das Angebot von Online-Casinos untersagt worden sei, diese sich allerdings nicht daran gehalten hätten. Alle drei Firmen haben ihren Hauptsitz offiziell im Ausland, werben aber aktiv um deutsche Kunden. Mit den Anzeigen versuche erstmals seit vielen Jahren eine deutsche Innenbehörde, strafrechtlich gegen unerlaubte Glücksspiele im Internet vorzugehen, so tagesschau.de.

Weiter teilt tagesschau.de mit, dass auf Anfrage zu dem jetzigen Vorgehen der Hamburger Behörde Bwin mitteilte, dass die Anzeige dort nicht bekannt sei. Das Unternehmen verfüge aber über eine Lizenz aus Gibraltar, die auch das Angebot in Deutschland erlaube. Das "deutsche Verbot zur Veranstaltung von Online-Casinospielen" finde daher bei Bwin "keine Anwendung", so ein Sprecher. Tipico erklärte, dass man sich zu "einzelnen angeblichen Schreiben oder Verfügungen grundsätzlich nicht äußern" wolle. Das eigene Angebot sei legal. "Dass der bisherige Glücksspielstaatsvertrag dieses verbietet, ändert daran nichts, denn das Online-Casino-Verbot verstößt gegen Europarecht", sagte ein Sprecher. Bet3000 ließ eine Anfrage des NDR unbeantwortet.

Laut tagesschau.de könnte "die Strafanzeige gegen Bwin, Tipico und Bet3000 den Streit zwischen den Bundesländern zum Umgang mit Online-Casinos weiter befeuern". Die Länder seien sich uneins darüber, wie mit Online-Casino-Anbietern umgegangen werden soll, solange der neue Glücksspielstaatsvertrag noch nicht in Kraft getreten ist (games & business berichtete).

Bild: © Evlakhov Valeriy – stock.adobe.com

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