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Jahresbilanz

2020: Gastgewerbeumsatz massiv eingebrochen

Im Jahr 2020 sind die Erlöse von Gaststätten und Hotels in Deutschland wegen der Corona-Beschränkungen gegenüber 2019 um fast 40 Prozent eingebrochen.

Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, setzte das Gastgewerbe real (preisbereinigt) 39 Prozent weniger um als 2019, wobei die Monate Januar und Februar noch ein Umsatzplus aufwiesen. Bezogen auf die Corona-Monate März bis Dezember sackte der Umsatz um real 45,5 Prozent ein. Der Gastgewerbeumsatz im Dezember 2020 lag sogar 72,3 Prozent unter Vorkrisenniveau. Damit hat die Corona-Pandemie das Gastgewerbe laut Dehoga Bundesverband in seine größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Die aufgelaufenen Umsatzverluste für die Gesamtbranche in den Corona-Monaten beziffert Dehoga-Präsident Guido Zöllick auf fast 40 Milliarden Euro. Auch für den Jahresauftakt 2021 seien keine besseren Zahlen zu erwarten.

Aufgeteilt auf die Segmente des Gastgewerbes verzeichneten die Hotels dem Dehoga zufolge einen Umsatzrückgang um 47,5 Prozent gegenüber 2019, Gaststätten um 35,3 Prozent. Getränkegeprägte Betriebe wie Kneipen, Bars, Clubs und Diskotheken lagen 51,3 Prozent unter dem Vorjahreswert und Caterer 34,2 Prozent.

"Nach einem Jahr Pandemie mit fast vier Monaten Lockdown und weitreichenden Reise- und Kontaktbeschränkungen ist die Not in der Branche riesig. Angesichts ausbleibender wie nicht ausreichender Hilfen und fehlender Perspektiven machen sich Verzweiflung und Existenzängste breit", erklärt Zöllick. Er fordert, dass die versprochenen Hilfen für alle notleidenden Unternehmen schnell, unbürokratisch und in vollem Umfang ankommen, drängt auf Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen und verlangt "endlich eine konkrete Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe".

Bild: © annacovic – stock.adobe.com

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