Dachverband

DAV in Lanxess-Arena

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DAV

Eine etwas andere Hauptversammlung 

"Seien Sie willkommen an einem ungewöhnlichen Ort, unter ungewöhnlichen Umständen, zu ungewöhnlichen Zeiten", begrüßte DAV-Vorstandsmitglied Horst Hartmann die Gäste am 16. Juni. Hartmann dankte dem Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und dem Bundesverband Automatenunternehmer (BA) für ihre schnelle Reaktion in Sachen Wiedereröffnung und Hygienekonzepte. Nur so sei es möglich gewesen, Politik und Verwaltung vor Augen zu führen, dass die Branche in Corona-Zeiten ein zuverlässiger Partner sei. "Gut für uns", so Hartmann, "denn die Spielhallen sind in der Zwischenzeit ganz gut angelaufen. Was uns noch große Sorge bereitet, ist die Aufstellung in der Gastronomie."

Gastronomieaufstellung

Schon unter dem Abbau des dritten Spielgerätes gingen in der Gastronomie die Automaten-Umsätze um bis zu 35 Prozent zurück, so DAV-Referent Alexander Todt. Eine langsame Erholung wurde durch den Shut-Down im März absturzartig auf Null reduziert. Die Bedingungen machten es laut Todt auch nach der Wiedereröffnung schwer, auf erträgliche Umsätze zu kommen. Er rechne damit, dass einige gastronomische Betriebe die Krise nicht überstehen würden.

In der Krise steckten auch Chancen, machte DAV-Vorstandsmitglied Freddy Fischer den anwesenden Unternehmern Mut, obwohl derzeit 80 Prozent der Betriebe nicht wirtschaftlich geführt werden könnten. Fischer sieht Chancen für lokale Konzepte, "die flexibel sind und ihre Kosten im Griff haben". "Aus der Region" werde demnach einen neuen Stellenwert bekommen – auch in der Getränkegastronomie. Dort sieht Fischer eine neue Chance für die Aufstellung, da viele Gastronomie-Betriebe heute nach zusätzlichen Einnahmen suchten. "Das ist unsere Chance, denn wir bieten zusätzliche Einnahmen ohne zusätzliche Investition für den Wirt." Sein Appell: "Wir haben uns entschieden, zu den Gewinnern zu gehören."

DAV-Vorstandsmitglied Wolfgang Pütz rief dazu auf, die Kunden in der Gastronomie auch über die finanziellen Möglichkeiten der Corona-Finanz-Hilfen zu informieren.

Glücksspielstaatsvertrag

Mit Blick auf den Glücksspielstaatsvertrag arbeite der DAV darauf hin, dass im Ausführungsgesetz von Nordrhein-Westfalen Qualitätskriterien darüber entscheiden sollen, dass Ausnahmen vom Abstandsgebot der Spielhallen erteilt werden müssen, wenn diese gegeben sind, referierte Rechtsanwältin Isabelle Hanowski. Der DAV begrüße, dass unter bestimmten Kriterien bis zu 3 Hallen in einem Gebäudekomplex erhalten werden können, wenn sie am 1.Januar 2020 bestanden haben (Verbundverbot). Zu den bestehenden Kriterien trete in diesen Fällen auf jeden Fall eine Zertifizierung. Details hierzu würden jedoch erst im Ausführungsgesetz formuliert.

Echt Köln

Passend zum Sitzungsstandort Köln setzte Volker Weininger, im Großraum Köln ein bekannter Comedy-Künstler der Karnevals-Szene, den Schlusspunkt bei dieser DAV-Mitgliederversammlung.