Steffen Hanak

Gemeinsam stark

Lotto und Spielhallen – zwei große Akteure am Glücksspielmarkt. Zwei, die vielleicht nicht gerade von Haus aus miteinander verbunden sind, schon weil der eine ein staatliches Angebot repräsentiert und der andere ein privatwirtschaftliches. Aber trotzdem können sie an einem Strang ziehen – im Kampf gegen das illegale Spiel. Ein boomender Schwarzmarkt mit illegalen Spielangeboten, die sich überhaupt nicht um Jugend- und Spielerschutz scheren, schadet beiden legalen Glücksspielanbietern erheblich. Es ist dieses gemeinsame Interesse, das Lotto und Spielhallenbranche miteinander verbindet. Von politischer Seite wird das leider nicht immer so gesehen.

Es gibt Politiker, denen Spielhallen ein Dorn im Auge sind. Rationale Gründe gibt es dafür nicht. Die Anbieter des legalen terrestrischen Glücksspiels sind mit ihren Spielhallen an das bundesweite spielformübergreifende Spielersperrsystem angebunden. Personen unter 18 Jahren war und ist der Zutritt zu Spielhallen schon vorher verboten. Parallel dazu ist das Spiel an den Geldspielgeräten selbst mit Spielpausen sowie beschränkten Gewinn- und Verlustmargen streng reglementiert. Die Politik weiß das – sie hat diese Regularien gefordert und in ihren jeweiligen Landesgesetzen und der Spielverordnung festgeschrieben. Trotzdem gibt es Landesregierungen, deren Spielhallengesetze noch strenger ausfallen als der Staatsvertrag von 2021 es vorschreibt. Das schadet dem legalen Glücksspielmarkt und befeuert den illegalen.

Vor diesem Hintergrund ist der neue Podcast von WestLotto ein sehr positiver Schritt. Denn er lädt verschiedene Akteure des Glücksspielmarktes monatlich zum Gespräch. Ein solch offener Austausch über den deutschen Glücksspielmarkt und seine Zukunft kann helfen. Es ist ein wichtiges Signal, dass die Vertreter der legalen Spielangebote bewusst miteinander reden. Und das ist gut so. Denn der Kampf gegen den illegalen Markt muss mit vereinten Kräften geführt werden.

Steffen Hanak, stellv. Chefredakteur games & business
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