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Mainz

Löwen Play

Im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim hat Löwen Play eine neue Referenzspielstätte eingeweiht. Die Filiale zeigt ganz deutlich, wie intensiv das Unternehmen an seinem Einrichtungsstil gearbeitet hat. Das Konzept ist stimmig.

 


„Wir haben in den letzten zwölf Monaten intensiv am Feinschliff unseres Stils gearbeitet. Und wie man sieht, haben wir unseren Weg gefunden“, ist Tilman Brauch sehr zufrieden. Mit der Einweihung des neuen Löwen Plays in Mainz-Hechtsheim konnte die Spielstätten-Kette einen weiteren Schritt in Sachen Expansion und Outfit machen. Löwen Play ist auf Kurs.


Viel Raumgefühl

Dass der noch mal über Mainz führt, ist allerdings recht überraschend. In der Gutenberg-Stadt war das Unternehmen schon sieben Mal vertreten. Ein weiteres Engagement bietet sich da nicht unbedingt an. „Aber das ist letzten Endes eine Frage des Potenzials jedes einzelnen Standortes“, so Tilman Brauch (siehe Interview). Im Gewerbegebiet von Mainz-Hechtsheim hätten alle Faktoren ganz einfach zueinander gepasst.

Dass alles passt, lässt sich von der Löwen-Play-Filiale ebenfalls sagen. Das Unterhaltungscenter verfügt über vier Konzessionen - und damit reichlich Platz. Vier Konzessionen gruppieren sich offen rund um eine gemeinsame Servicetheke. Das schafft ein sehr transparentes Raumgefühl, das die gesamte Atmosphäre des Unterhaltungscenters wesentlich mitbestimmt.


Geräte als Innnenarchitektur

Sowohl an der Basisarchitektur als auch an der direkten Raumgestaltung lässt sich im neuen Löwen Play in Mainz ablesen, wie intensiv man an entsprechenden Konzepten gearbeitet hat. Geräte an der Wand sucht man vergeblich. In unterschiedlichen Varianten und Anordnungen sind die Geldgewinn-Spielgeräte mitten im Raum aufgestellt. Begünstigt wird diese innenarchitektonische Lösung natürlich durch die Multigamer-Standgeräte, die eine freie Geräte-Gruppierung ermöglichen.

Das wiederum erleichtert es, zusätzliche optische Akzente zu setzen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Trennwände zwischen zwei Geldspielgeräten zum Beispiel mutieren über diesen Weg zum aktiven Gestaltungselement. Bei Löwen Play setzt man hier unter anderem großformatige Fotoposter mit Motiven sportlicher Dynamik ein. Die wiederum lassen sich auch in der Wanddeko aufnehmen. Und dazu passen dann auch in die Decke eingefügte und aus dem Hintergrund beleuchtete Fotomotive aus dem Unterhaltungsspielbereich. Optisch wie thematisch setzt das Schwerpunkte, ohne aufdringlich oder gar bemüht zu wirken. Und es verbreitet gleichzeitig eine angenehme Beleuchtung, die wiederum mit dem warmen, mediterranen Farbstil des Löwen Plays korrespondiert.


Klassiker gefragt

Zum Zeitpunkt der Eröffnung waren im neuen Mainzer Löwen Play auf dem Sektor Geldspiel ausschließlich Multigamer zu sehen. Wie Geschäftsführer Tilman Brauch sagt, ist das allerdings nicht die typische Ausstattung der Löwen-Play-Filialen: „Inzwischen sind wir dazu übergegangen, eine Konzession mit klassischen Punkt-Geldgewinn-Spielgeräten auszustatten.“ Auch in Mainz wird das so kommen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Es gibt dafür eine entsprechende Kundennachfrage.

Jedes Löwen Play verfügt auch über eine Unterhaltungssektion, die sich allerdings in der neuen Mainzer Filiale noch im Aufbau befand. Billard war hier als die einzige sportliche Reminiszenz auszumachen. Mehr soll folgen. Fest integriert sind dagegen die Internet-Stationen im Hightech-Design. Dieses Angebot „gehört inzwischen zu einer modernen Spielstätte dazu“, stellt Tilman Brauch fest. „Die Kombination  hat sich so etabliert und wird ganz offensichtlich vom Publikum auch so erwartet.“

Und dieses Publikum ist es schließlich, um das sich alles dreht. Es hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich verändert, wie auch Tilman Brauch bestätigt. Der Frauenanteil wächst nach wie vor. Auch der Anteil von Paaren, die für zwei Stunden Spiel und Unterhaltung vorbeikommen, steigt. „Wir sind Teil und Ziel einer neuen Ausgehkultur geworden“, fasst Brauch zusammen. Und genau das sei auch die Begründung dafür, warum man sich bei Löwen Play in den letzten Monaten so intensiv mit Innenausbau und Innenarchitektur beschäftigt habe. „Denn wer zu dieser Kultur gehören will, muss den entsprechenden Stil haben und bieten.“


Gegen das Klischee

Interview mit Tilmann Brauch, Geschäftsführer Löwen Play GmbH

Schon wieder eine Vierer-Konzession, Herr Brauch. Ist nur noch die Größe der Maßstab im Spielstättengeschäft?

Absolut nicht. Wenn Sie sich die Struktur unserer Spielstätten anschauen, dann werden Sie feststellen, dass diese Größenordnung die Ausnahme ist. Der einzige Maßstab ist die Wirtschaftlichkeit. Unter dem Aspekt sind in 80 Prozent der Fälle Dreier-Konzessionen absolut ausreichend. Manchmal sind Zweier-Konzessionen sogar besser als Dreier. Für eine Vierer-Konzession muss wirklich alles stimmen - Standort, Gästepotenzial, Erreichbarkeit, Parkplätze.

Gewerbegebiete sind derzeit als Standorte schwer in. Sind das die besseren Plätze?

Standorte sind immer Einzelfragen. Jeder Standort muss gesondert bewertet werden und ist eine ganz eigene, wirtschaftliche Herausforderung. Deswegen lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Weil das so ist, gilt aber auch das Vorurteil nicht, dass große Ketten grundsätzlich die besseren Karten an einem Standort hätten als ein regionales oder lokales Unternehmen. Ein einzelnes, gut geführtes Spielcenter kann immer mit einem Filialbetrieb mindestens mithalten. Die jeweiligen Vor- und Nachteile wiegen sich meistens auf. Und dann kommt es nur noch darauf an, wie gut der Standort geführt wird.

Der Trend zum Gewerbegebiet widerspricht der gängigen Branchentheorie, Kunden wollten keine weiten Wege.

Diese Theorie wird durch die Praxis täglich widerlegt. Hier wird in einem Klischee von Kundschaft gedacht, die es nicht mehr gibt, falls es sie überhaupt je gegeben hat. Spielstätten zumindest unseres Zuschnitts sind Ziele der Freizeitgestaltung, die genauso aktiv angefahren werden wie Kino, Diskothek oder Bowling. Wenn sich etwas geändert hat, dann die Gästestruktur. Frauen und Paare gehören signifikant zur neuen Kundschaft. Aber das bestätigt nur, zu welchem Mix potenzieller Freizeitbeschäftigungen wir inzwischen gehören. Es wird Zeit, dass die Klischees von gestern endlich begraben werden.

(Quelle: games & business, September 2008)