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21.01.2016 12:09
Die Grünen in Schleswig-Holstein

"Verbote dienen nicht dem Spielerschutz"


"Ein Verbot von Online-Glücksspiel ist wirkungslos", sagte der finanzpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein, Rasmus Andresen. Er äußerte dies im Zusammenhang um geringfügige Änderungen des Glücksspielgesetzes in Schleswig-Holstein. Der gesamte Glücksspielstaatsvertrag gehöre auf den Prüfstand, so Andresen. Die Grünen begrüßen die Vorschläge des hessischen Innenministers Peter Beuth, der eine Legalisierung des Online-Glücksspiel anstrebt.

"Glücksspielstaatsverträge machen nur dann Sinn, wenn alle mit dabei sind. Deshalb begrüßen wir die hessische Initiative im Rahmen der Bundesländer zu realitätsnäheren Lösungen zu kommen", sagte Andresen. "Wir Grüne haben das immer gesagt und setzen deshalb auf die vorgeschriebene Evaluation der geltenden Bestimmungen zum Glücksspiel."

Die zur Diskussion stehenden Änderungen im Glücksspielgesetz Schleswig-Holsteins sind Anpassungen an bereits in der Sportwettbetriebsverordnung verankerten Regelungen:

1) Es muss ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen Wettbüros und Bildungseinrichtungen eingehalten werden.

2) Sportwetten dürfen nicht in Gebäuden angeboten werden, in denen sich eine Spielhalle befindet.

3) Verbot von Geldspielgeräten und Alkoholausschank in Sportwettbüros.

Verstöße gegen die Glückspielgesetze können mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro geahndet werden.