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16.08.2016 08:46
Glücksspielaufsicht erlaubt Kryptowährungen als Zahlungsmittel

UK: mit Bitcoins ins Online-Casino


Die britische Glücksspielaufsicht UK Gambling Commission (UKGC) wird lizenzierten Anbietern von Online-Glücksspiel künftig erlauben, digitale Kryptowährungen wie Bitcoins als Zahlungsmethode zuzulassen. In Deutschland sind Bitcoins mehr als einem Drittel der Bundesbürger ein Begriff. 

Das grüne Licht für digitale Währungen vonseiten der UKGC kam auf leisen Sohlen daher. In ihrem Jahresbericht, der Anfang Juli erschienen war, äußerte sich die UKGC noch zurückhaltend zu dem Thema. Umso größer war die Überraschung, als die Behörde vor Kurzem dann ihre neuen Lizenz- und Geschäftsbedingungen vorstellte: Unter dem Abschnitt 5.1.1. wird dort geregelt, dass lizenzierte Glücksspielanbieter bereits ab dem 31. Oktober 2016 Bitcoins und vergleichbare Währungen annehmen und auszahlen dürfen. Gleichzeitig müssen sich die Anbieter aber auch zu effektiven Maßnahmen gegen Geldwäsche und Betrug verpflichten.

Bitcoins sind ein Zahlungsmittel, mit dem ausschließlich im Internet gehandelt wird – völlig unabhängig von Zentralbanken. Für Händler und Kunden ist das digitale Zahlverfahren sehr attraktiv, weil die Transaktionsgebühren niedrig sind. Zudem ist es verschlüsselt, daher auch der Name "Kryptowährung". Zurzeit fristet das Internet-Geld zwar noch ein Nischendasein, doch einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge rückt es immer weiter in den Mainstream: Hatten vor drei Jahren erst 14 Prozent der Deutschen von der digitalen Währung gehört, sind es mittlerweile mehr als ein Drittel (36 Prozent). Auch vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der UKGC Bitcoins als Zahlungsmittel zuzulassen beachtlich, insofern sie als prominente Regulierungsbehörde das Interesse der Öffentlichkeit an Bitcoins noch einmal anheizen dürfte.

Quelle: curacaochronicle.com, casinoonline.de