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09.02.2016 11:28
Weiteres Bundesland sieht keine Zukunft für Sportwetten

Sachsen-Anhalt kündigt bei Oddset


Das Bundesland Sachsen-Anhalt hat durch die landeseigene Lotto-Toto-Gesellschaft den Vertrag mit Oddset Deutschland Sportwetten (ODS) gekündigt. Lotto-Toto wolle "Risiko für das Land abwenden", sagt Sprecherin Astrid Wessler, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet.

Lotto-Toto Sachsen-Anhalt steckte 228 000 Euro Kapital in die ODS, war mit 3,71 Prozent beteiligt. Allerdings war die ODS seit 2012 nicht am Markt, da auch sie keine Sportwett-Konzession erhalten hat. Zwar steht sie auf der Liste der 20 potenziellen Lizenzempfänger, aber bis die Gerichte entscheiden, ist die ODS "zum Zuschauen verdammt", wie ODS-Geschäftsführer Christoph Schmidt erklärte. Schmidt fürchtet, dass klärende Urteile erst in zwei oder gar drei Jahren vorliegen könnten. Sachsen-Anhalt will einfach nicht weiter Geld in ein Unternehmen stecken, das nicht am Markt aktiv werden kann.

Lotto Brandenburg hatte bereits 2014 beschlossen, Oddset nicht mehr anzubieten. Auch in diesem Fall waren die Gründe wirtschaftlicher Natur.