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07.09.2011 13:58
Vorsitzender Polizeigewerkschaft Rainer Wendt:

Illegales Glücksspiel endlich anpacken


Spielstätten müssen laut Gesetz kontrolliert werden. Das ist nicht neu, das geht in Ordnung. Neu ist allerdings die Forderung von Seiten der Polizei, dass endlich in die illegalen Casinos gegangen werden müsse statt sich wie bisher auf das legal zugelassene Glücksspiel einzuschießen, so Rainer Wendt, Bundesvorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft, in einem Video der AWI.

Die Stadt Berlin hat gerade ein neues Gesetz verabschiedet, das die Rechte der Spielhallen regelt. Als Reaktion hat die AWI in einer auf Video festgehaltenen „Glücksspiel-Tour“ durch Berlin jetzt aufgezeigt, wie die Lage tatsächlich aussieht. Und die weist allerhand Widersprüche auf. Denn was öffentlichen Anbietern erlaubt ist, dürfen private noch lange nicht.

Handlungsbedarf besteht laut Polizei zuallererst beim illegalen Glücksspiel. Rainer Wendt, Bundesvorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft, warnt hier eindringlich: „Illegales Automatenspiel beeinträchtigt die innere Sicherheit und zwar in erheblichem Maße. Es ist Aufgabe des Staates, sich nicht nur auf die legal zugelassenen Spielstätten zu beschränken.“

Die Kiez-Tour bringt nach einem Praxis-Spieltest in der staatlichen Spielbank Berlin sowie in einer gewerblichen Merkur-Spielothek gravierende Unterschiede zum Vorschein. Nur zwei Beispiele: Während in der Spielbank etwa nach nicht einmal 5 Minuten 250 Euro weg sind, können am Geldgewinn-Spielgerät in der Spielothek pro Stunde maximal 80 Euro ausgegeben werden. Danach stellt sich der Automat ab. Und während beim gewerblichen Spiel maximal 500 Euro gewonnen werden können, sind es in der Spielbank locker 50.000 Euro innerhalb von 3 Sekunden. Doch AWI-Geschäftsführer Dirk Lamprecht betont, dass es bei der Gegenüberstellung nur darum gehe, die Unterschiede aufzuzeigen. Denn wer mit großem Geld spielen wolle und könne, solle das auch tun. Das sei allerdings eine gänzlich andere Liga als die des strengstens reglementierten gewerblichen Spiels.

Alle weiteren Unterschiede und der O-Ton des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft zum Anschauen und -hören gibt es hier.



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