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13.01.2016 12:42
Jeder zweite Jugendliche war in Kontakt

Gefahr durch simuliertes Glücksspiel


Von den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hatte etwa jeder Zweite im vergangenen Jahr mindestens einmal Kontakt zu simuliertem Glücksspiel im Internet gehabt. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Bremen beschrieb Professor Gerhard Meyer, der Leiter der Fachstelle Glücksspielsucht, gegenüber Radio Bremen. Diese Spiele erhöhen die Gefahr des Umstiegs auf echtes Glücksspiel, so Meyer.

Simuliertes Glücksspiel sind zum Beispiel Slot-Games, bei denen kein Geld eingesetzt und gewonnen werden kann. Auch andere klassische Glücksspiele, etwa Roulette oder Black Jack können so auch von Minderjährigen gespielt werden. Die Gefahr, so Meyer, bestehe darin, dass die Gewinnquoten bei den simulierten Glücksspielen wesentlich günstiger seien, als beim echten Glücksspiel. "Das Spiel wird gesteuert durch den Anbieter. So werden unrealistische Gewinnerwartungen gefördert. Die Jugendlichen lernen, dass man beim Roulette Gewinne erzielen kann", erklärte Meyer in der Sendung "buten&binnen".

Für die Studie wurden rund 2.000 norddeutsche Jugendliche befragt. 26 Prozent berichteten, dass sie auch echte Glücksspiel-Websites ausprobiert hätten.

In einer Liste der 23 besten Facebook-Spiele fanden sich schon 2013 vier solcher simulierten Online-Casino-Spiele, darunter das DoubleDown Casino von IGT und andere von weiteren namhaften Anbietern. Die Firma Zynga, bekannt durch das Spiel Farmville, hatte ein Slot-Game in der Liste.