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30.08.2016 13:54
Nach Kontrollen im Saarland äußert sich der AVS-Chef

Antz: Schwarze Schafe schaden Branche


Nachdem vergangene Woche die saarländische Steuerfahndung ausgerückt war, um 70 Gaststätten und Spielhallen im Saarland zu kontrollieren – und dabei zahlreiche Verstöße feststellte –, hat sich der erste Vorsitzende des Automaten-Verbands-Saar (AVS), Christian Antz, zu Wort gemeldet. Er beklagt, dass das Handeln einiger schwarzer Schafe die gesamte Branche in Verruf bringe und die Politik in ihrer strengen Gesetzgebung bestätige.

Die Ermittlungen der saarländischen Behörden seien Antz zufolge auf das Treiben weniger unredlicher Unternehmer zurückzuführen, die sich nicht an Gesetze halten und ihre Steuern nicht korrekt abführen. Diese schwarzen Schafe seien schuld daran, dass die Branche unter Generalverdacht gestellt werde: "Unsere Branche steht im Verdacht, sich nicht an die gesetzlichen Vorschriften zu halten und Steuern zu hinterziehen. Unter diesem allgemeinen, schlimmen Verdacht muss die gesamte Branche leiden. Die vielen ehrlichen Unternehmer [...] sind die Leidtragenden."

Gleichzeitig seien die festgestellten Verstöße auch ein fatales Signal an die Politik, so Antz. Diese sehe sich in ihrer strengen Regelung des gewerblichen Spiels bestätigt. Antz befürchtet, dass, wenn es so weitergeht, die Politik irgendwann die "Reißleine" zieht – und eine ähnliche Situation eintritt wie in den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg: "Spielen nur noch in staatlichen Spielbanken."

Um dies abzuwenden, fordert Antz die gesamte Branche auf, noch konsequenter gegen schwarze Schafe vorzugehen und sich unbedingt an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Und appelliert dabei auch gleichzeitig an die Hersteller und Großhändler, "nicht jeden Kunden ungeprüft mit Geräten zu beliefern, sondern sich zunächst sorgfältig darüber zu vergewissern, ob der Unternehmer eine Aufstellerlaubnis hat".

"Unterlassen Sie alles, was dem Ansehen unserer Branche und auch Ihnen als Person und Firma Schaden einbringen könnte", lautet Antz' eindringliches Fazit.

Die vollständige Stellungnahme von Christian Antz ist hier nachzulesen.